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Katheter-assoziierte Infektionen (KAI) sind nach wie vor mit einer beträchtlichen Morbidität und Mortalität verbunden und verursachen hohe Behandlungskosten.

Optimale Infektionsvermeidung und Infektionskontrolle sind beim Umgang mit Zentralvenenkathetern (ZVK) absolute Notwendigkeit. Dennoch liegt die Inzidenz von ZVK-assoziierten Bakteriämien in Europa trotz verschiedenster Präventivmassnahmen bei 1.5–2 pro 1'000 Kathetertagen. Die Letalität einer ZVK-assoziierten Bakteriämie liegt noch immer zwischen 5 und 25 %. Die Gefahr einer KAI nimmt in Abhängigkeit von der Liegedauer kontinuierlich zu. Bereits 24 Stunden nach ZVK-Anlage kommt es zu einer Auskleidung des Katheters mit einem Biofilm. Dieser besteht aus Polysacchariden, Fibrin, Fibronektin oder Laminin und wird sowohl von Mikroorganismen als auch von körpereigenen Stoffen gebildet. (1,2)

Bakterien können die Blutbahn via äussere Katheteroberfläche oder durch das Lumen des Katheters erreichen; sie nisten sich in diesem Biofilm ein und sind dort gegen Abwehrmechanismen (Phagozytose, Antikörper) aber auch teilweise gegen Antibiotika geschützt. Für etwa 50–70% der Katheter-assoziierten Bakteriämien sind gram-positive Erreger verantwortlich. In einer europäischen KAI-Prävalenzstudie, bei der 167 Mikroorganismen aus Kulturen infizierter Katheterspitzen isoliert wurden, waren in 71% gram-positive Kokken, in 22% gram-negative Stäbchen und in 7% Sprosspilze nachweisbar. Die 5 häufigsten Mikroorganismen waren Koagulase-negative Staphylokokken, Staphylococcus aureus, Candida spp., Enterococcus spp. und Pseudomonas spp.(3)

 

References:

  1. Mermel LA. (2000). Prevention of intravascular catheter-related infections. Ann Intern. Med132:391-402.
  2. Munoz P., Bouza E., San Juan R. Et al. (2004). Co-Operative Group of the European Study Group on Nosocomial. Inf ections (ESGNI): Clinical epidemiological characteristics and outcome of patients with catheter-related bloodstream infections in. Europe (ESGNI-006 Study). Clin.Microbiol. Infect.10: 843–5.
  3. Bouza E.,et al. (2004). A European perspective on intravascular catheter-related infections:report on the microbiology workload, aetiology and antimicrobial susceptibility. (ESGNI-005 Study). Clin. Microbiol. Infect.10: 838–42.