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Behandlungsmethode ACT

Knorpelregeneration mit gezüchteten Knorpelzellen

Bei der ACT (Autologe Chondrozyten-Transplantation) handelt es sich um ein Verfahren, bei dem Knorpelzellen aus Ihrem eigenen Körper – und zwar aus dem geschädigten Gelenk – entnommen und nach Vermehrung in einem Speziallabor wieder rückimplantiert werden. Diese Vorgehensweise ist notwendig, da bei Erwachsenen nur eine geringe Anzahl an Knorpelzellen (Chondrozyten) vorhanden ist, aber zur Reparatur des Knorpels eine hohe Anzahl an Chondrozyten benötigt wird.

ACT ist ein zweistufiger Eingriff. In einem ersten Schritt wird arthroskopisch ein kleines Stück gesunder Knorpel entnommen (Biopsie), der dann in einem Speziallabor zur Vermehrung der Chondrozyten verwendet wird.

Ein zweiter Eingriff zur Implantation der gezüchteten Chondrozyten findet etwa 4 bis 12 Wochen später statt. Bei diesem Eingriff werden die neuen Chondrozyten auf eine Kollagenmembran übertragen, die dann auf die geschädigte Fläche aufgebracht wird. Die transplantierten Zellen gedeihen in ihrer neuen Umgebung und bilden beinahe normalen artikulären Knorpel.

Obwohl diese Technik gut für grössere Schäden geeignet ist, hat ACI einige Nachteile:

  • Zwei Eingriffe sind nötig: einer für die Biopsie und ein weiterer für die Implantation der gezüchteten Zellen.

  • Die Rehabilitationsphase ist durch zwei Eingriffe länger als wenn man nur einen Eingriff vornimmt.

  • Die Zellen könnten sich im Labor nicht ausreichend vermehren oder bei der Reimplantation nicht vital sein, so dass keine Regeneration des Knorpels stattfindet.

  • Die Züchtung der Zellen ist sehr teuer und wird nicht unbedingt von Ihrer Krankenversicherung bezahlt.

Ob eine ACT für Sie in Frage kommt, entscheidet Ihr Chirurg. Dabei spielt Ihr Alter, Ausmass und Grad der Chondromalazie, das betroffene Gelenk, Ihr Aktivitätsniveau und andere medizinischen Faktoren eine Rolle.

 

Dr. Sanja Saftic
International Product Manager