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07. September 2016

Knochenblock + Biomaterial = weniger Resorption

Zehnjahresdaten zeigen, dass autologe Knochenblöcke nur in geringem Umfang resorbieren, wenn sie durch ein Knochenersatzmaterial mit niedriger Substitutionsrate und eine Kollagenmembran geschützt werden.1

Knochenblöcke aus der retromolaren Region oder dem Kinn gelten für die Regeneration größerer horizontaler Knochendefekte als Goldstandard. Ihre besonderen Vorteile: mechanische Stabilität und die Fähigkeit, die Knochenneubildung anzuregen. Gravierende Nachteile autologer Knochenblöcke sind jedoch die Entnahmemorbidität und die starke Resorption der Transplantate in situ. In der Literatur sind Schrumpfungsraten von 18 bis 60 Prozent beschrieben.2-8

 

Biomaterialien mit einer geringen Substitutionsrate verringern deutlich die Resorptionsrate autologer Knochenblöcke

Schützt man den autologen Knochenblock mit einem langsam resorbierenden Knochenersatzmaterial und einer Kollagenmembran in Double-Layer Technik, wird die Resorption stark verringert.9,10 Forscher aus der Schweiz konnten zeigen, dass die Resorption über einen Zeitraum von zehn Jahren minimal ist.1 Sie augmentierten 52 Stellen mit einem Knochenblock aus Ramus oder Kinn und deckten das Transplantat mit Geistlich Bio-Oss® Granulat und einer Geistlich Bio-Gide® Membran ab. Sechs Monate später wurden Implantate in den augmentierten Knochen gesetzt. Nach zehn Jahren zeigte sich eine Implantaterfolgsrate von 98.1 % gemäss den Kriterien von Buser et al. und Albrektsson.11,12 Die Resorptionsrate des autologen Knochenblockes nach zehn Jahren war mit 7.7 % -­­ dies entspricht ca. 0.38 mm - minimal. Bei Frauen war sie leicht stärker ausgeprägt als bei Männern. Transplantate aus der retromolaren Region resorbierten stärker als Knochen aus dem Kinn.

 

Referenzen:

  1. Chappuis V, et al. : Clin Implant Dent Relat Res 2016, Jul 31 [Epub ahead of print].
  2. Widmark G, et al.: Int J Oral Maxillofac Surg 1997; 26: 106-09
  3. Ozaki W, Buchman SR: Plast Reconstr Surg 1998; 102: 291-99.
  4. Antoun H, et al.: Clin Oral Implants Res 2001; 12: 632-39.
  5. Cordaro L, et al.: Clin Oral Implants Res 2002; 13:103-11.
  6. Maiorana C, et al.: Int J Periodontics Restorative Dent 2005; 25:19-25.
  7. Sbordone L, et al.: Int J Oral Maxillofac Surg 2009; 38: 1059-65.
  8. Dasmah A, et al.: J Craniomaxillofac Surg 2012; 40: 654-59.
  9. von Arx T, Buser D.: Clin Oral Implants Res 2006;17(4): 359-66.
  10. Cordaro L, et al. : Clin Oral Implants Res 2011; 22(10): 1145-50.
  11. Buser D, et al.: Clin Oral Implants Res 1990; 1: 33-40.
  12. Albrektsson T, et al.: Int J Oral MaxillofacImplants 1986; 1: 11-25.