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03. Dezember 2015

Fünfzehnmal seltener GBR-Massnahmen nach Ridge Preservation

Wer eine Ridge Preservation macht, muss bekanntermassen zum Zeitpunkt der Implantation seltener augmentieren. So kann er seinem Patienten eine weniger invasive Behandlung anbieten – bei gleichem Therapieerfolg wie eine Studie jetzt zeigt.

Die Gruppe um Dr. Daniele Cardaropoli hat an 48 Extraktionsstellen im Prämolaren- und Molarenbereich die Effekte der Ridge Preservation und der Spontanheilung verglichen1. Für die Ridge Preservation wurden Geistlich Bio-Oss® Collagen und Geistlich Bio-Gide® verwendet.


Gleicher ISQ-Wert in beiden Gruppen

Von den 24 augmentierten Alveolen erwies sich nur eine (4%) zum Zeitpunkt der Implantation nach vier Monaten als nachbehandlungsbedürftig. In alle anderen konnte problemlos ein Implantat inseriert werden. In der Spontanheilungsgruppe hingegen mussten 14 von 24 Stellen (58%) mittels Guided Bone Regeneration (GBR) augmentiert werden.

Dass der Implantatstabilitätsquotient (ISQ) in beiden Gruppen vergleichbar war (69.96 vs. 70.21 in der RP-Gruppe), zeigt die sehr gute Primärstabilität, die mit der Implantation in eine augmentierte Alveole erreicht werden kann. Der klinische Erfolg nach einem Jahr lag in beiden Gruppen bei 100%. Die Autoren folgern deshalb, dass "Implantate in augmentierten Alveolen die gleichen Erfolgsraten und den gleichen marginalen Knochenverlust aufweisen wie Implantate, die in nativen Knochen gesetzt wurden. Zudem verringert eine Ridge Preservation zum Zeitpunkt der Zahnextraktion signifikant die Notwendigkeit, zum Zeitpunkt der Implantation eine weitere Knochenaugmentation durchzuführen".

Referenzen:

  1. Cardaropoli D, et al.: Int J Periodontics Restorative Dent 2015; 35(5): 677-85.